
Ottolinger Frühjahr/Sommer 2027: Verzerrung, Haut und kontrolliertes Chaos

Ottolinger präsentierte am 2. Oktober 2026 in Paris seine Prêt-à-porter-Kollektion Frühjahr/Sommer 2027. Christa Bösch und Cosima Gadient entwickelten die Markensprache aus offengelegter Konstruktion, körperbetonter Kleidung und bewusst instabilen Oberflächen weiter.


Silhouette und Konstruktion
Fließender Jersey und eng anliegender Strick wirken wie eine zweite Haut, während bearbeitete Nähte, rohe Details und geschichtete Texturen die erwartete Körperlinie unterbrechen. Sanfte Rosatöne und helle Farben setzen einen Kontrast zu den dunkleren, strengeren Looks der Kollektion.



Textur und Bewegung
Am überzeugendsten ist der Laufsteg dort, wo Fragilität und Aggressivität im selben Kleidungsstück zusammenkommen. Drapierte Stoffe, technische Eingriffe und übersteigerte Texturen halten die Kleidung in einer ständigen Spannung zwischen Kontrolle und Zusammenbruch.



Die Richtung für Frühjahr/Sommer 2027
Für Frühjahr/Sommer 2027 schärft Ottolinger seine Handschrift, statt sie aufzugeben. Die Kollektion bleibt unverkennbar taktil und irritierend, doch die Silhouetten wirken innerhalb dieses kontrollierten Chaos bewusster und klarer lesbar.






























































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