Arlo Soho von AvroKO: offizielles Innenarchitekturprojekt
In AvroKOs ursprünglichem Entwurf für das Arlo SoHo beginnt der gesellige Bereich des Hotels lange vor der Gästezimmertür. Regale, lange Tische und verglaste Sitzräume verleihen dem Erdgeschoss mehrere unterschiedliche Mittelpunkte. Laut Arlos eigener Chronik eröffnete das New Yorker Haus im September 2016 als erstes Hotel der Marke. Brand Bureau entwickelte die Marke und das Gästeerlebnis, während AvroKO für die Innenräume verantwortlich war. Die Projektfotografien dokumentieren ein präzises Verhältnis zwischen großzügigen Gemeinschaftsbereichen und kompakten privaten Zimmern. [1] [2] [3]

Ein Erdgeschoss aus miteinander verbundenen Räumen
Der Empfangsbereich führt ein wiederkehrendes Raster ein. Bernsteinfarbene Objekte wiederholen sich in hohen weißen Regalen, während ein hölzerner Tresen seitlich des Wegs durch das Gebäude steht. Der Blick wandert zwischen den Regalen hindurch in die dahinterliegenden Räume. Diese Tiefe lässt den Eingang als Teil eines größeren, belebten Innenraums erscheinen. Zugleich entsteht eine visuelle Sprache, die in den schmalen schwarzen Rahmen der Glastrennwände wiederkehrt. [1]

In einem Gemeinschaftsraum steht ein langer Tisch vor einer eingelassenen Schallplattenpräsentation, begleitet von Holzstühlen und einem weichen Teppich darunter. In einem anderen bildet eine farbenfrohe Bücherwand den Hintergrund für einen Tisch und Pendelleuchten. Beide Anordnungen verbinden eine freie Arbeitsfläche mit dem Maßstab und den Gegenständen eines Wohnraums. Ihre Nutzbarkeit ist an den Möbeln selbst ablesbar: Es gibt Platz, um sich auszubreiten, einer anderen Person gegenüberzusitzen oder sich am Rand des Geschehens niederzulassen. [1]

Neben dem Innenhof wird die Anordnung geradliniger. Ein Sofa und niedrige Tische stehen zwischen großen Fenstern und einer Glastrennwand; die Ziegelfassade liegt so nahe, dass sie Teil des Ausblicks bleibt. Schwarze Rahmen verbinden diesen kleineren Sitzraum mit der umfassenderen Raumfolge. Tageslicht und Transparenz bewahren ein Gefühl von Tiefe, selbst dort, wo die Möbelgruppe schmal ist. Der Innenhof bietet einen Orientierungspunkt im Inneren. [1]


Farbe markiert den Wechsel der Ebene
Eine blau geflieste Treppenwand bündelt die kräftigste Farbe der fotografierten Erschließungsbereiche. Runde Leuchten unterbrechen ihre glänzende Oberfläche, während offene Holzstufen und dunkle Geländer den Blick kreuzen. Von unten überlagern sich die Treppenläufe, ohne den Raum dahinter abzuschirmen. Die Treppe macht die Bewegung durch das Hotel visuell nachvollziehbar: Ihre Linien lassen sich leicht verfolgen, und ihr kräftig gefärbter Hintergrund verleiht dem Übergang einen einprägsamen Ort. [1]

Das Gästezimmer als Einbaumöbel
Die privaten Zimmer verdichten mehrere Funktionen zu einer eng aufeinander abgestimmten Gruppe von Elementen. Auf einem Foto steht das Bett auf einem Holzsockel neben einem raumhohen Fenster; der Waschplatz und ein hoher Spiegel befinden sich nahe am Vordergrund. AvroKO nennt herunterklappbare Schreibtische, verstellbare Aufhängehaken und maßgefertigte Holzarbeiten als Bestandteile dieses Ansatzes. Das Zimmer mit Etagenbetten überträgt eine ähnliche Disziplin in die Vertikale: Zwei Schlafebenen liegen in einem Rahmen, der das Fenster und den Stadtblick deutlich hervortreten lässt. [1]

Diese Innenräume geben der Kompaktheit an anderer Stelle im Gebäude ein räumliches Gegenstück. Lange Gemeinschaftstische, getrennte Sitzgruppen und Blicke über den Innenhof bieten andere Abstände und Körperhaltungen als die Schlafzimmer. Die Geschlossenheit des ursprünglichen Entwurfs entsteht durch die Wiederholung schlichter Mittel – Regale, Glasrahmen, Holzoberflächen und sorgfältig platziertes Licht – in beiden Maßstäben. So gehören die öffentlichen Räume und die privaten Einbauten zu derselben architektonischen Idee. [1]





























































Kommentare